Jugendliche auf den Spuren Martin Luthers

Dank einer Spende von „Via Nova“ konnte die gesamte Konfi-Gruppe die Lutherstädte Eisleben und Mansfeld besuchen.

Gesamtgemeindliche Konfirmanden-Freizeit in Duderstadt

Auf Luthers Spuren wandelten jetzt 150 Jugendliche aus der Evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde. Bereits zum vierten Mal waren Konfirmanden zu einer gesamtgemeindlichen Freizeit ins niedersächsische Duderstadt aufgebrochen. Passend zum 500-jährigen Reformationsjubiläum erfuhren die Jugendlichen viel Neues über Martin Luther.

Dank einer Spende der Gemeindestiftung "Via Nova" konnten die Konfirmanden die Lutherstädte Eisleben und Mansfeld aufsuchen. Dort besuchten sie unter anderem Luthers Geburts- und Elternhaus und versuchten in einer Stadtrallye, Fragen zu Luthers Leben und Wirken zu beantworten. Abends wurde das Erlebte mit dem Kinofilm "Storm" vertieft. Das Jugenddrama schildert eindrücklich die Geschichte eines 13-Jährigen in den Wirren der Reformationszeit. Die Versöhnungs-Kirchengemeinde hatte dazu ein komplettes Kino angemietet.

Im Duderstädter Obertorteich wurde vor den Augen von 150 Jugendlichen die biblische Taufe durch Johannes den Täufer nachgestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Freizeit lag auf dem Leben Jesu. So erfuhren die Konfirmanden in einer Jesus-Rallye an 15 Stationen von biblischen Gestalten wie Petrus, Maria, Pilatus oder Zachäus, welche Erlebnisse diese mit Jesus Christus gemacht hatten. Die Ergebnisse mussten die Konfirmanden dann in einem meterlangen Facebook-Profil zusammentragen. Mitten im Duderstädter Obertorteich wurde zudem die Taufe Jesu im Jordan nachgespielt. Teamer Jannik Rolf spielte in dieser Szene Johannes den Täufer. Nach ihrer Bußpredigt begoss er nicht nur Menschen, die sich von ihren Sünden reinigen lassen wollten, nein auch Jesus (gespielt von Manuela Gerlach) stieg zur Taufe ins Wasser hinab.

Die Jugendlichen aus Rheda-Wiedenbrück, Herzebrock-Clarholz und Langenberg wurden in ihren "Ich-bin-ein-Versöhner-T-Shirts" schnell stadtbildprägend in der Kleinstadt im Eichsfeld. So wurden die Mitarbeiter immer wieder von Einwohnern angesprochen: "Sind sie wieder zu Besuch?" Die Duderstädter Pfarrerin Christina Abel berichtete: "Mich haben schon Eltern angesprochen, ob wir nicht auch mal so eine Jesus-Rallye veranstalten können."

„Freiheit eines Christenmenschen“: In einer liturgischen Feier wurden Zettel mit der persönlichen Schuld der Konfirmanden verbrannt. (Fotos: -beu)

Die fünftägige Freizeit endete mit einem Abendmahlsgottesdienst, den alle Jugendlichen zusammen mit der gemeindeeigenen Ten-Sing-Band gemeinsam gestalteten. Diese Feier stand noch einmal im Zeichen von Luthers Erkenntnis der "Freiheit eines Christenmenschen". Einer der Konfirmanden wurde in dieser Feier getauft. Anschließend empfingen alle Jugendlichen das Sakrament des Heiligen Abendmahls. "Konfirmandenfahrten sind meist das, was am längsten im Gedächtnis der Jugendlichen bleibt", so Pfarrerin Kerstin Pilz. Darum ist das Jugendgästehaus in Duderstadt für 2018 bis 2020 auch schon wieder gebucht! (-beu)