Schnitkerhaus in neuem Glanz - Einweihung am 31.10.2017

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Einen Monat vor der Eröffnung präsentiert sich das Schnitkerhaus in Rheda in neuem Glanz. Die Gerüste sind abgebaut. Die Arbeiten an der Außenfassade fast abgeschlossen. Durch den Abriss der Nachbargebäude eröffnet sich eine ganz neue Perspektive auf die Breitseite des 1867 von Johann Hermann Schnitker errichten Gebäudes in typisch bürgerlicher Bauweise. Die doppelläufige Außentreppe unterstreicht den repräsentativen Charakter des Bauwerks, dessen Abriss zwischenzeitlich in Erwägung gezogen wurde. 1929 wurde das Schnitkerhaus von Schnitker der Evangelischen Kirchengemeinde in Rheda vermacht. „Insbesondere soll mein Haus als „Hermann Schnitkerstift“ für die Aufgaben der evangelischen Jugend- und Gemeindepflege eine möglichst dauerhafte Verwendung finden.“, so heißt es im Testament. Mit der Sanierung des Schnitkerhauses und der Erweiterung zu einem neuen Gemeindezentrum, ist die Versöhnungs-Kirchengemeinde diesem Erbe treu geblieben.

 

Einweihungsfeier am Tag des Reformationsjubiläums

„Am 31. Oktober feiern wir doppelt!“, freut sich Pfarrer Rainer Moritz auf die Eröffnung. „Die Einweihung des neuen Gemeindehauses feiern wir mit dem Reformationsjubiläum „500 Jahre Reformation“ zusammen.“ Los geht es mit einem festlichen, gesamtgemeindlichen Gottesdienst um 10 Uhr in der Stadtkirche, der von Pfarrerin Sarah Töws und Pfarrer Moritz gestaltet wird. Die Predigt hält Superintendent Frank Schneider. Nach dem Gottesdienst geht es zum erweiterten und renovierten Schnitkerhaus zur Schlüsselübergabe und Einweihungsfeier u.a. mit Bürgermeister Theo Mettenborg. Mit dem Sax-Duo können die Räume des neuen Gemeindezentrums erkundet werden. Neben festlicher Musik gibt es eine Versteigerungsaktion. Für das leibliche Wohl ist durch die Fleischerei Mix und ein Buffet eines syrischen Flüchtlingskochs bestens gesorgt.

„Nach langer Planungsphase und intensiver Bauzeit sind wir froh, die neuen Räume nun bald nutzen zu können - ein Haus mit vielen Möglichkeiten, ein Platz für alle Generationen, ein Gebäude, das für unterschiedlichste Nutzungen geeignet ist. Ende Oktober werden wir umziehen und es mit Leben füllen!“, so der Geistliche. Bis Ende November wird es allerdings dauern, bis alle Bautätigkeiten abgeschlossen sind. Zum Einweihungstermin fertig ist der Neubau und das Erdgeschoß, weitestgehend auch das Obergeschoß des Schnitkerhauses. Der Keller wird als letztes fertig werden. Zurzeit werden neben den Maler- und Elektroarbeiten auch das Außengelände und der Parkplatz neu gestaltet.

 

Aktion "Herzenssache" geht weiter

Ebenfalls noch nicht beendet ist die Aktion „Herzenssache“, durch die Spenden zur Finanzierung des Bauprojektes gesammelt werden. Daher lädt die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde am Dienstag, den 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit), um 17 Uhr zu einer Benefiz-Konzertlesung in die Stadtkirche Rheda ein. Die Lesung mit poetischen Texten und Weisheitsgeschichten steht unter dem Motto „Im Schatten des Großen Baumes“ und lädt ein, einen Weg vom hektischen Getriebensein in die Ruhe des innehaltenden Gewahrseins zu gehen.

„Der Mensch sehnt sich nach Ruhe in all der Hektik und Schnelllebigkeit des Alltags.“, so Pfarrer Rainer Moritz in der Ankündigung. „Ruhe ist nicht nur ein äußerliches Phänomen sondern hat ebenso eine innere Seite im Ort der Seele. Die Türen dazu sollen die Texte und die Musik des Benefizabends öffnen.“ Der Dortmunder Klinikseelsorger Peter Wevelsiep bringt klassische sowie zeitgenössische Gitarrenmusik zu Gehör und rezitiert Gedichte von Rilke, Goethe, Borchert oder Fontane. Die Yogalehrerin Melissa Wevelsiep singt mantrische Lieder aus verschiedenen spirituellen Traditionen. Pfarrer Moritz spielt auf dem Klavier die Nocturne cis-moll von Fréderic Chopin. Der Eintritt ist frei. Eine Türkollekte zugunsten des Projektes „Herzenssache“ wird am Ausgang erbeten.