Wir haben doppelt gefeiert!

Unten finden Sie weitere Bilder der Einweihungsfeier!

„Das ist ja schön geworden!“, „Wie hell und lichtdurchflutet der Saal ist!“, “Ich freue mich auf Veranstaltungen im neuen Gemeindesaal!“, „Das alte Schnitkerhaus ist ja kaum wiederzuerkennen.“, „Schön, dass das Schnitkerhaus erhalten wurde.“

Worte der Freude, der Dankbarkeit und positiver Überraschung, die während der Einweihung des neuen Gemeindehauses am 31.10.2017 immer wieder zu hören waren.

Begonnen hatte der mit Spannung erwartete Tag mit einem Festgottesdienst mit Abendmahl anlässlich „500 Jahren Reformation“ in der Stadtkirche Rheda. Superintendent Frank Schneider hielt die Predigt zum Thema „Einfach frei“ in der übervollen Kirche, die nicht allen hereinströmenden Gästen Platz bieten konnte.

Auszüge aus dem Singspiel „Befreit leben und zuversichtlich glauben“ über Martin Luther, gestaltet von Bärbel Page als Lucas Cranach und Pfarrer Marco Beuermann als Martin Luther wurden umrahmt von durch den Kirchenchor der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück vorgetragenen bekannten Chorälen aus der Reformationszeit und modernen Liedern. Ansgar Brockamp begleitete feinfühlig am Klavier, Maurice Vaughan auf der Trompete unter der musikalischen Gesamtleitung von Kantorin Angelika Riegel.

Nach dem stimmungsvollen und feierlichen Gottesdienst strömte die Gemeinde gemeinsam von der Stadtkirche zum neuen Gemeindehaus, wo bereits sehr viele Gäste warteten.

2012 hatte sich das Presbyterium entschieden, das 1867 errichtete Schnitkerhaus grundlegend zu sanieren und mit einem Anbau zu versehen. 2016 begannen die ersten Bautätigkeiten.

Mit dem gemeinsam gesungenen Kanon „Lobe den Herrn, meine Seele“, der anschließenden Übergabe des Schlüssels durch das Architekturbüro Schmersahl-Biermann -Prüßner aus Bad Salzuflen und dem Haussegen für den neuen Treffpunkt der Gemeinde freute sich die große Festgemeinde auf dem Vorplatz über die lang ersehnte Eröffnung des neuen Gemeindehauses. Das platzte „förmlich aus allen Nähten“, als endlich alle Gäste einen Platz gefunden hatten.

Grußworte und kurze Ansprachen erfolgten unter humorvoller Moderation von Pfarrer Rainer Moritz durch den Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück, Herrn Theo Mettenborg, die Presbyterinnen Antje Telgenkämper und Claudia Heimann, den Vorsitzenden des Katholischen Pastoralverbundes Rheda-Herzebrock-Clarholz, Herrn Pfarrer Thomas Hengstebeck, die Moscheegemeinde, durch schriftliche Grüße aus der Partnergemeinde Matisi in Lettland und durch Kirchbaumeister Ralf Manche. Dieser ließ die 2 1/2-jährige Bauphase noch einmal Revue passieren und berichtete über viele positive und negative Überraschungen in der für ihn persönlich nicht immer leichten Zeit. Er wies darauf hin, dass noch eine Woche vor der Einweihungsfeier 37 Handwerker in unterschiedlichen Gewerken in dem Gemeindehaus tätig waren.

Umrahmt wurden die Wortbeiträge durch die musikalische Begleitung von Gabriele Berger, Martin Ihle und Kantorin Angelika Riegel und durch beschwingte Musik des Sax Duos.

Viele schöne Geschenke wurden von Gästen überreicht, darunter „Brot und Salz“, eine wunderschön gestaltete Baumscheibe der alten Linde vom Ev. Friedhof in Rheda, ein Baum für den Vorplatz und einige willkommene „Flachgeschenke“.

Pfarrer Rainer Moritz sprach Handwerkern, allen Helfern, Spendern, Bauausschussmitgliedern und dem Architekturbüro und ganz besonders Ralf Manche und Uwe Finken als „Helden der Baustelle“ für unzählige Stunden ehrenamtlichen Engagements im Namen der Kirchengemeinde Dank und große Anerkennung aus.

Er bat dabei um weitere Spenden für die „Aktion Herzenssache“. Etwa 50.000 Euro werden noch benötigt, um die 200.000 Euro zusammenzubekommen, die durch Spenden und Zuschüsse für den Um- und Neubau plant sind

Der offizielle Festakt zur Einweihungsfeier endete mit dem gemeinsam gesungenen und von Pfarrerin Kerstin Pilz passend zum Tag umgedichteten Gemeindelied „Wir sind Versöhnung….“

Viele ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus der Gemeinde trugen voller Einsatz zum Gelingen der Feier bei. Besonders sei dem syrischen Koch Mohammed Shaker und seinem Team für das köstliche Büffet gedankt, das großen Zuspruch fand.

Viele Besucher nutzen abschließend die Gelegenheit, sich das umgebaute Schnitkerhaus anzuschauen und sich mit dem neuen Gemeindezentrum vertraut zu machen oder sich an dem Predigt-Slam durch Pfarrerin Stephanie Höhner und an einer Fahrrad Versteigerung zu erfreuen.

Am Nachmittag des Reformationstages endete im Bezirk Rheda eine sehr stimmungsvolle und sehr gelungene Reformations- und Einweihungsfeier, die allen vor Augen führen konnte, dass die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück eine große Kirchengemeinde ist, die sich lebendig, abwechslungsreich, engagiert und tolerant zeigt und miteinander zu feiern vermag.

 

(Dieckmann, 01.11.2017)