Ab sofort „Live und in Farbe“: Gottesdienste in der Friedenskirche werden ins Langenberger Altenheim übertragen

Erstellt am 29.10.2019

Bild (Lars Nienaber, Die Glocke): Hans-Joachim Günther hat die Technik im Griff

Bild (Lars Nienaber, Die Glocke): Hans-Joachim Günther, Hans-Georg Wellerdiek, Annegret Kriege (Leiterin des Altenpflegeheims St. Antonius) und Pfarrerin Kerstin Pilz freuen sich über die TV-Übertragungen ins Altenheim.

Nach langer Vorbereitungszeit ist es endlich soweit: Seit Anfang Oktober können die Bewohner des Langenberger Altenpflegeheims St. Antonius den sonntäglichen Gottesdienst in der Friedenskirche jetzt am Bildschirm mitfeiern.

Weil die technischen Voraussetzungen einer schnellen Datenübertragung hier bereits gegeben sind, startete das für beide Langenberger Kirchen geplante Projekt des Altenheim-Fördervereins im evangelischen Gotteshaus.

Dank vieler helfender Hände und modernster Technik klappte die Premiere am Erntedanksonntag in der voll besetzten Friedenskirche nahezu reibungslos. Eine fest installierte Kamera filmt das Geschehen im Altarraum in HD-Qualität, ein Richtmikrofon sorgt für den guten Ton. Theoretisch sind zwar sechs verschiedene Perspektiven einstellbar, aber fest voreingestellt ist der Blick auf Altar, Kanzel, Lesepult und Taufbecken. Hans-Joachim Günther ist wichtig, dass die Bedienung der Steuerungseinheit in der Sakristei nicht zu kompliziert ist: „Die ehrenamtlichen Küster bzw. Lektoren brauchen nur zwei Schalter zu bedienen.“ Der gelernte Elektriker und engagierte Ehrenamtliche hat bereits im Sommer dutzende Meter Kabel auf dem Kirchen-Dachboden verlegt, Schächte gestemmt und Halterungen angebracht, um die technischen Voraussetzungen für die Übertragung ins Altenheim zu schaffen.

Der Förderverein des Altenpflegeheims und sein Vorsitzender Hans-Georg Wellerdiek setzen sich seit mehr als sechs Jahren dafür ein, dass die gesundheitlich eingeschränkten älteren Mitbürger in Langenberg auf diese Weise am Gemeindeleben beider Konfessionen teilhaben können. Und auch Pfarrerin Kerstin Pilz freut sich, dass nun auch Gemeindemitglieder, die nicht mehr in die Friedenskirche kommen können, den Gottesdienst mitfeiern können.

Zum Ende des Jahres soll es dann auch in der St. Lambertus-Kirche heißen: „Kamera läuft“. Für beide Standorte kosten Technik und Installation rund 22.000 Euro. Durch Spenden und Eigenleistung sind in beiden beteiligten Kirchengemeinden bereits jeweils 3.000 Euro zusammengekommen. Der Rest ist durch den Förderverein aufzubringen, der sich über weitere finanzielle Unterstützung des Projekts freut. Hierzu ist ein Spendenkonto eingerichtet worden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Hans-Georg Wellerdiek, Tel. 05248/954

E-Mail: hans-georg.wellerdiekdontospamme@gowaway.web.de

(GN)