Wegen Corona und des Lockdowns fallen zur Zeit fast alle öffentlichen Veranstaltungen aus. Dies betrifft auch unsere Gruppen und Kreise. Auf dieser Homepage informieren wir Sie über den aktuellen Stand und stattfindende Veranstaltungen. Unter "Angebote" finden Sie unsere Online-Angebote.

Bütten-Predigt vom 15.02.2015 von Pfarrer Marco Beuermann

Erstellt am 16.02.2015

Die Narren sind los! Nicht nur Pfarrer Marco Beuermann und das Bezirkspresbyterium aus Wiedenbrück hatten sichtlich viel Spaß am Karnevalssonntag, auch die Gottesdienstbesucher spendeten reichlich Applaus für viel gereimtes von Lektor Ralf Manche und zur traditionellen Bütten-PRedigt von Marco Beuermann.

Der Friede Gottes sei bei uns heut,

die Gnade Christi bei allen Leut’,

der Heil‘ge Geist trete in diesen Raum,

dessen verbindender Gemeinschaft wir gern vertrau’n.

Amen.

Die Bibel ist uns Christen zugefallen,
Gott schenkt darin sein Wort uns allen.
Über Jahrtausende haben es Menschen aufgeschrieben.  

Und deren Zeugnis ist bis heut für uns geblieben. 

Ob Fels, Papyros Internet – die Zeit, sie bleibt nicht stehn –
das Bibelwort geschrieben ist, man kann es heut noch sehn.

 

Es änderte sich ziemlich viel, doch Gottes Wort bleibt gleich.
Es zeigt dem, der es will, das Ziel, macht seine Seele reich.
So treffen wir uns heute hier neugierig und gespannt,
was jetzt und hier von Gottes Wort für uns bleibt intressant. 

 

Wenn ich dieses Zeichen mach, 

dann sprechen Sie mir alle nach: 

Herrlich ist die Bibel – das Wort des Herrn,
der Weise liest es immer wieder gern.
Es erquickt uns immer wieder Herz und Geist,
da es zur Herrlichkeit den Weg uns weist.

66 Bücher sind es in der Bibel an der Zahl.

Und wer sie liest, der hat die Qual der Wahl.

Ein alter Reim erzählt genau 

uns von der Bücher-Buch Aufbau:

 

In des Alten Bundes Schriften merke in der ersten Stell:
Mose, Josua und Richter, Ruth und zwei von Samuel.
Zwei der Könige, Chronik, Esra, Nehemia, Esther mit.
Hiob, Psalter, dann die Sprüche, Prediger und Hoheslied.

Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel.
Dann Hosea, Joel, Amos, Obadja, Jonas Fehl,
Micha, welchem Nahum folget, Habakuk, Zephania,
nebst Haggai, Sacharja und zuletzt Malachia.

In dem Neuen stehn Matthäus, Markus, Lukas und Johann,
samt den Taten der Apostel unter allen vornean.
Dann die Römer, zwei Korinther, Galater und Epheser,
die Philipper und Kolosser, beide Thessalonicher.

An Timotheus und Titus, an Philemon, Petrus zwei,
drei Johannes, die Hebräer, Jakobs, Judas Brief dabei.
Endlich schließt die Offenbarung das gesamte Bibelbuch.
Mensch, gebrauche, was du liesest, dir zum Segen, nicht zum Fluch.

 

 Herrlich ist die Bibel – das Wort des Herrn,
der Weise liest es immer wieder gern.

So nimm die Bibel in die Hand

und sei beim Lesen dann gespannt.
Gleich vorne kannst du nämlich lesen,
wie es am Anfang unsrer Welt gewesen.

In Allmacht und mit Güte schuf einst Gott die Welt

und hat den Mensch mit seinem Atem dann beseelt.
Wir lesen auch von der Geschichte 

des Schöpfergottes Strafgerichte.

Der Menschen Sündenfall wird uns beschrieben,
wofür sie aus dem Paradies vertrieben.

Und bei der großen Sündenflut 

Gott Noah in der Arche retten tut. 

Wir lesen auch von Abraham und seinen Taten,
der stets vertraut auf Gottes wunderbares Raten.

Moses hat manch Schicksalsschlag erlebt
und am Ende trotzdem fest im Glauben steht.
Denn wie uns die Geschichte dann auch lehrt:
Gott segnete ihn und hat seine Demut geehrt!

So hat Gott sein Volk vor langer Zeit

aus Pharaos Gewalt befreit.

Der alte Mose zog voran 

und sprach vom Lande Kanaan.

 

Und Gott ging beim Auszug aus Ägypten mit.
Das Volk erreichte sein Ziel mit festem Schritt.
Und auf dem Wege dann bekamen sie

die 10 Gebote, die’s gilt zu brechen nie.

 

 Herrlich ist die Bibel – das Wort des Herrn,
der Weise liest es immer wieder gern.

 

Wir lesen von König David und seinem Mut,

der beim Kampf mit Goliath war auf der Hut.

Und dann auch König Salomo wird uns genannt,

der für seine große Weisheit war bekannt.

 

Seine Hauptstadt Jerusalem lag auf den Höhen,

man konnte schon von weit sie sehen.

Dort baute er ‘nen Tempel für den Höchsten,

zu ehren Gott – und dienen seinem Nächsten. 

 

 

Wir lesen dann von vielen Königen und Propheten,
von Trauer- Lob- und Dankgebeten.  

Von großer Freud und tiefem Leid,

von guter und von schlechter Zeit. 

 

Und dann auch voller Weh und Ach,

wie man die Zehn Gebote brach. 

Man stellte Bilder hin auf Brettern

von lauter ausgedachten Göttern. 

 

Propheten warnten stets vor Götzendienst und Zauberspuk,

denn das war nichts als Schwindel und Betrug. 

Und Gott gefiel das wirklich nicht,

er brachte schließlich das Gericht.  

 

Weil sich das Volk nicht hat zu Gott bekehrt,

wurden Jerusalem und Tempel dann zerstört.  

So gingen Israel und Juda unter,

das Volk führte man nach Babel runter. 

 

Und dort in ihren größten Nöten,

da lernten dann die Menschen beten.

Und im Exil man dann erfuhr,

es gibt den einen Gott doch nur.

 

Und weil zu Gott das Volke sich bekehrte,

aus Gefangenschaft er nun die Menschen führte.

Am Volke Israel da kann man sehen:
Die Begleitung Gottes bleibt bestehen!

 

 Herrlich ist die Bibel – das Wort des Herrn,
der Weise liest es immer wieder gern.

Die schönste Botschaft, die wir dann gern hörn,
ist die Geschichte der Geburt des Herrn,
In Bethlehem in einem schlichten Stall.
von Hirten auf dem Felde und der Engel Schall.

Getauft ihn dann Johannes hat.   

Ich glaub im Teich von Duderstadt… 

 

„Glaubet an Gott, und glaubet an mich!",
so rief einst Jesus die Menschen zu sich.
„Schieb’s nicht hinaus, sondern folge mir blind.
Dann nimmt dich Gott auch an als Kind.“

 

Für Jesus war immer beides wichtig:

Auf Gott hören – und dann handeln richtig.

Denn immer ist es Gottes Kraft,

die durch uns große Dinge schafft.

Jesus rief: „So kommt herzu!
Ich gebe euch die wahre Ruh!
Kommt her mit euren Sündenplagen.
Ihr braucht sie nicht mehr selbst zu tragen.
Ich nehme euch die Lasten fort.
Also verheißt uns Gottes Wort.“

 

Denn Weihnachten und Ostern sind verbunden,
Jesus hat in seinen einsam, leidensvollen Stunden
die Sünd‘ getilgt, das ew’ge Heil für uns erworben. 

Jesus kam zu uns und ist für uns gestorben.
Und auferstand am dritten Tage dann,

damit Gewalt er auch über den Tod gewann.

 Herrlich ist die Bibel – das Wort des Herrn,
der Weise liest es immer wieder gern.

Davon denn auch Apostel schreiben:

„An Gottes Wort sollt ihr stets bleiben!“

Denn – so wusste es schon der Apostel Paulus,

es bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe am Schluss.

Doch in diesem trauten Verein,

ist die Liebe die Größte der drei’n.

 

Am Ende dieses Buches steht eine hoffnungsfrohe Vision.
Die Todesmacht wird abgetan, der dunklen Macht zum Hohn!
Kein Leid wird sein, kein Elend und kein Schmerz.
Die frohe Botschaft geht uns immer neu durchs Herz.
Gott wird dann trocknen alle Tränen,
das ist’s, wonach wir uns noch sehnen,

 Herrlich ist die Bibel – das Wort des Herrn,
der Weise liest es immer wieder gern.

Über Jahrtausende änderte sich ziemlich viel,
doch Gottes Reich bleibt unser Ziel.  

Denn Gottes Wort bleibt für uns gleich
und macht auch unsre Seele reich.

Vielleicht hast Du die Bibel bereits komplett gelesen,
und bist sogar an biblischen Orten schon gewesen,
doch hast Du wirklich schon entdeckt,
welch großer Reichtum in der Bibel steckt?

 

Wie wunderbar und kostbar ist doch Gottes Wort,
solchen Schatz findet man an keinem anderen Ort!
Es ist eine Wonne darin zu forschen und zu lesen,
und es hat Kraft: Es verändert unser Wesen.

Herrlich ist die Bibel – das Wort des Herrn,
der Weise liest es immer wieder gern. 

 

So lasst uns treu die Bibel lesen,
was Menschen einst erfahren, was gewesen.
Denn wie Gottes Wort uns unverrückbar bleibt.
bis heute lebendige Geschichte schreibt. 

 

                             

 

 

So habt ihr mir nun zugehört
und nicht ein Schnarcher hat gestört.

Ihr habt gelauscht und nicht gepfiffen,
ich sehe, ihr habt mich begriffen.

Versprechen will ich euch für später,
ich bin ein Wiederholungstäter.
So jetzt dürft ihr, wenn ihr es wollt:
Dem Pfarrer kräftig Beifall zollt.

 

„Zugabe“
Ihr liebe evangelisch Narrenschar,
einen biet ich jetzt noch dar:
Mit meiner Red´, könnt ihr jetzt prahlen,
musstet dafür kein Eintritt zahlen!
Und musstet auch nicht warten
auf kleine, bunte Eintrittskarten.

Doch nun kommt für alle Geweckten,
ein kleines Körbchen für die Kollekte,
die – das wissen wir ja alle auch –
unsre Kirche immer einmal braucht!

So werbe ich in dieser Kirchenhalle,
dass viel ins Körbchen rein tut falle.
Nicht klimpern muss es, wie ich meine.

Viel lieber sind mir leise Scheine.

******************************************

Der Vater, unser Schutz und Hüter,
bewahre dabei uns‘re Gemüter
in unserm Licht und Freudenstern,
in Christus Jesus, unserem Herrn. 

So schließe ich in Gottes Namen

auch am Karnevalssonntag für die Herren und Damen,

für alle, die heute zum Gottesdienst kamen:
Gott schenke uns seinen Frieden.  Amen.