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Weihnachtspäckchen für Matisi

Erstellt am 14.12.2015

Familienkirche Rheda

Dank vieler fleißiger Helfer und vieler großzügiger Spender konnten auch in diesem Jahr erneut viele Weihnachtspäckchen und sonstige Hilfsgüter in die Partnergemeinde Matiši in Lettland geschickt werden. Etwa 200 Schuhkartons für Kinder und 160 Schuhkartons für Senioren wurden von vielen Privatpersonen, Kindern der Familienkirche Rheda und der Kinderkirche Wiedenbrück sowie verschiedenen Schulklassen gefüllt und in das Ev. Gemeindehaus Rheda gebracht. Dort wurden die Päckchen in Umzugskartons gefüllt, diese beschriftet und zu einem von der Kreisverwaltung Gütersloh organisierten Transport gebracht. Sie sind bereits in Matisi angekommen.

 

In Matisi werden die Weihnachtspäckchen für Kinder in dem Weihnachtsgottesdienst der Sonntagsschule am 19.12. für strahlende Augen sorgen. Aufgrund der großen Anzahl ist es möglich, dass die Sonntagsschulkinder für ihre Geschwister ebenfalls ein Päckchen erhalten und auch in der Grundschule in Matiši Päckchen an bedürftige Kinder verteilt werden. Auch Kinder in den Nachbarkirchengemeinden Aloja und Steicele, die ebenfalls von Pfarrer Andis Smilga betreut werden, können in einem Weihnachtsgottesdienst mit einem Päckchen bedacht werden. Zu Hause in den Familien werden die Päckchen dann geöffnet und sicherlich viele Freude bereiten. Die weihnachtlich gestalteten Schuhkartons sind beispielsweise gefüllt mit Schulbedarf, Zahnbürste und Zahnpasta, Süßigkeiten, einer Kerze, einem Kuscheltier und einem kleinen Spielzeug.

 

Die rd. 160 Weihnachtspäckchen für Senioren werden von Mitgliedern der Ev. Kirchengemeinde in Matiši an bedürftige ältere Menschen verteilt. Sie besuchen die vielen Senioren auf dem Land, die nicht mehr mobil sind und verteilen die Päckchen persönlich zu Weihnachten. Die Seniorenpäckchen wurden mit löslichem Kaffee, Tee, Vitamintabletten, Tütensuppen, Schokolade, Creme, Seife, Schampo und einem warmen Tuch oder Schal gefüllt. Aufgrund der sehr schwierigen Situation für Rentner wurden in diesem Jahr wiederum Lebensmittel wie beispielsweise Konserven und Backzutaten nach Matisi geschickt.

 

Neben den Weihnachtspäckchen wurde auch Kleidung, Schuhe, Betwäsche und vieles mehr für bedürftige Menschen in Valmiera abgegeben. So kamen neben den rund 100 Umzugskartons mit Weihnachtspäckchen auch noch rund 800 Bananenkartons mit Hilfsgütern zusammen.

 

Zum 1. Januar 2014 hat Lettland zwar den Euro eingeführt. Von dem in den größeren Städten Lettlands langsam beginnenden Aufschwung ist in Matisi jedoch nichts zu spüren. Es besteht ein großes soziales Stadt-Land-Gefälle in der Region Valmiera. Der wirtschaftliche Aufschwung und die positive Situation in der eigenständigen Stadt Valmiera mit vielen Arbeitsplätzen und einer Arbeitslosenquote von knapp 6 % trifft für die kleine Gemeinde Matisi mit rd. 1.000 Einwohnern nicht zu. Hier gibt es kaum Arbeitsplätze, die Arbeitslosigkeit ist hier vier- bis fünfmal so hoch. Die Gemeinde Matisi ist im Wesentlichen landwirtschaftlich geprägt, doch nur noch ein großer und 2 kleinere Landwirte bewirtschaften die gesamten Flächen. Diese benötigen aufgrund der fortschrittlichen Maschinen nur noch wenige Arbeitskräfte, auch die Gärtnerei und die Molkerei werden von den einstigen Investoren nicht mehr genutzt und verfallen. Das durchschnittliche Einkommen der Menschen auf dem Land liegt bei rd. 300 Euro und damit nur 50 Euro über dem Existenzminimum in Lettland. Die Lebenshaltungskosten sind aber vergleichsweise hoch, so kostet ein Liter Sprit beispielsweise rd. 1,20 Euro. Die jüngere Generation verlässt das Dorf, um in größeren Städten oder im Ausland Arbeit zu finden.

 

Deshalb ist die Unterstützung der Partnergemeinde auch weiterhin sehr wichtig.

 

Weitere Informationen bei Birgit Strothenke unter Tel.: 05242/931587.