Karfreitag - Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu

Grafik: Räcke

Der Karfreitag ist der Freitag vor Ostern. An diesem Tag erinnern sich die Christen weltweit an den Kreuzestod Jesu Christi und erwarten seine Auferstehung. Der Karfreitag - als s.g. Stiller Feiertag - zählt für Christen gemeinsam mit Ostern zu den höchsten Feiertagen.

Nach christlichen Glauben starb Jesus als "Knecht Gottes" am Kreuz und nahm durch seinen Tod freiwillig die Schuld und Sünde aller Menschen auf sich. Der Karfreitag steht daher ganz im Zeichen der Trauer. Für uns Christen ist das Kreuz aber auch ein Zeichen des Heils, denn Jesus Christus ermöglicht mit seinem Opfer die Vergebung der Sünden und damit Errettung aus dem Tod und ewiges Leben ermöglicht.

Der Karfreitag ist damit auch die Antwort des Christentums auf das Böse in der Welt. Alle christlichen Konfessionen sind sich heute einig: Im Leben und Sterben Jesu ist „Gott selbst zur Welt gekommen”. Das Kreuz symbolisiert damit die Zuwendung Gottes zu den Ärmsten und Schwächsten.

Der Karfreitag steht in einer Reihe mit Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Nicht der Tod Jesu ist alleine das Große, sondern der Sieg Jesu über Hölle, Tod und Grab.

In den Kirchen unserer Versöhnugs-Kirchengemeinde finden am Karfreitag Gottesdienste mit Abendmahl statt. Die liturgische Farbe und damit auch die Farbe der Paramente - sofern vorhanden - für diesen Tag ist schwarz. Da mit dem Tod Jesu das Licht erloschen ist, bleiben die Altarkerzen aus und auch auf Blumenschmuck wird verzichtet. Zudem schweigen am Karfreitag – wie auch am Karsamstag –sämtliche Glocken. In unseren Kirchen findet der Gottesdienst entweder morgens oder auch zur Todesstunde Jesu um 15.00 Uhr statt.

Ostern - die Auferstehung Christi

Grafik: Pfeffer

Die Osternacht in Langenberg; Foto: Pilz

„Der Herr ist auferstanden” - „Er ist wahrhaftig auferstanden”. So grüßen sich Christen bei Sonnenaufgang am Ostermorgen.

Ostern ist das älteste und höchste Fest der Christenheit. Der Gottesdienst in der Osternacht oder am frühen Ostermorgen ist zugleich Herzstück des Kirchenjahres. Christen erinnern darin weltweit an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das Osterfest ist daher Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod. Aus diesem Grund sind Taufen in unserer Gemeinde in den Ostergottesdiensten am Sonntag besonders beliebt.

Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling als Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen frühestens am 22. März und spätestens am 25. April begangen.

Geschichte des Oster-Festes

Die ersten Christen erinnerten sich jeden Sonntag an die Auferstehung, also an dem Tag der Woche, an dem die Frauen das leere Grab entdeckten. In Anlehnung an das jüdische Passafest wurde im Laufe der Jahrhunderte eine jährliche Feier daraus. Damit wird auch der Zeitpunkt für das Oster- wie für das Passafest nach dem Mond- und nicht nach dem Sonnenjahr bestimmt.

Gottesdienste zur Osternacht

Viele Gläubige erwarten die Auferstehung in unseren Osternacht-Gottesdiensten in Wiedenbrück und Langenberg. Die besondere Atmosphäre zu früher Stunde lässt die Frohe Botschaft von der Auferstehung mit allen Sinnen erfahren. Der Weg vom Dunkel in das Licht ist für Alle ein bewegendes Erlebnis.

Die Ostergeschichte

Grafik: Pfeffer

Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.

Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. 

Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? 

Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. 

Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. 

Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. 

Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. 

Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.  

Evangelium nach Markus, Kapitel 16, Verse 1–8

Foto: Lotz