Bauen am Hause Gottes

Superintendent Frank Schneider, Pfarrer Marco Beuermann, Baukirchmeister Ralf Manche, der Presbyteriums-Vorsitzende Martin Wachter und Vize-Bürgermeister Norbert Flaskamp (von links) beim offiziellen ersten Spatenstich an der Wiedenbrücker Kreuzkirche.

„Jeden Tag, den Sie hier auf der Baustelle verbringen, bauen Sie Kirche – arbeiten Sie alle am Hause Gottes.“ So gab es Pfarrer Marco Beuermann allen Handwerkern, die in den kommenden Monaten am Aus- und Umbau der Wiedenbrücker Kreuzkirche mitarbeiten, mit auf den Weg. Denn nach einem Architektenwettbewerb im Sommer 2015, monatelangen Planungen mit den Architekten und den Fachplanern sowie schweißtreibenden Ausräumarbeiten geht das Bauen nun endlich los. Darum hatte die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde jetzt zum offiziellen ersten Spatenstich an der Kreuzkirche eingeladen.

Die Grüße der Stadt Rheda-Wiedenbrück überbrachte Vize-Bürgermeister Norbert Flaskamp: „Die Versöhnungs-Kirchengemeinde macht hier einen mutigen und richtigen Schritt“, betonte er. Der Kirchenkreis wurde beim Spatenstich durch Superintendent Frank Schneider und die Kirchengemeinde durch den Presbyteriums-Vorsitzenden Martin Wachter sowie Baukirchmeister Ralf Manche vertreten.

Da zugleich die Spendenaktion „Kirche. alle Tage“ mit aktuell 50.000 Euro Spendensumme „Halbzeit“ hatte, spendierte die Hohenfelder Brauerei zu diesem Ereignis 50 Liter Bier. So konnten alle Besucher nach dem Festakt bei Kaltgetränken und Bratwürstchen den Baubeginn miteinander feiern. Viele nutzten die Gelegenheit, einen Blick auf die beeindruckende Baustelle zu werfen: Das Gotteshaus wurde völlig entkernt, die alte Empore, Teile des Fußbodens und Einbauten sind abgebrochen worden – und seit dem Frühjahr ist auch die Orgel abgebaut. Die Orgelbaufirma Steinmann hat das Instrument komplett auseinander genommen und in firmeneigenen Räumen in Vlotho eingelagert, damit die Orgel keinen Schaden während der Bauphase nimmt.

Derzeit ist der Bauausschuss in vielen Sitzungsterminen zusammen mit den Mitarbeitenden der „architektur-werk-stadt“ damit beschäftigt, die Feinplanungen für den Bau vorzunehmen. So wurde beispielsweise ein theologisches Konzept für die Neugestaltung der Buntglasfenster auf der Süd- und Westseite der Kirche entwickelt, damit es von Künstlern entsprechend umgesetzt werden kann. In Zusammenarbeit mit der Glasfirma Peters in Paderborn sollen die neuen Fenster dann gestaltet werden. Mit Technikexperten wird ein Lichtkonzept für das Gotteshaus erarbeitet – und in Absprache mit der Landeskirche über die Neugestaltung von Altar und Kanzel nachgedacht.

Momentan wird das Fundament der bestehenden Kirche wird verstärkt und ein Anbau für die Unterbringung von Küche, Toiletten und Lagerräumen wird langsam in die Höhe wachsen. Zum Reformationsjubiläum 2017 soll dann die „Kirche. alle Tage“ ihre Pforten öffnen.